Haltestelle Endstation – ein Kommentar

Pflegenotstand Deutschland

Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.

Dass sich Jens Spahn nun scheinbar den Söhnen Mannheims verschrieben hat oder zumindest zum Teamplayer mutiert, ist ähnlich überraschend wie die Tatsache, dass ein gemeinsamer Schwur mit Katharina Barley (SPD) und Hubertus Heil (SPD) den Pflegenotstand lösen will.

Ein Versprechen des Gesundheitsministers scheint offenbar nicht ausgereicht zu haben. Da muss es schon ein Schwur sein – ein unter Verwendung von Beteuerungsformeln feierlich abgelegtes Versprechen, so heißt es im Duden. Da ist es wieder, das Versprechen. Sich ver-sprechen werden wohl auch die angeworbenen Pflegekräfte aus Albanien und dem Kosovo bei der täglichen Essensausgabe in den rund 15.000 Pflegeheimen in Deutschland. Ist aber ja auch nicht weiter schlimm. Schließlich wird die Schwerhörigkeit stetig zunehmen – und wenn nicht, bleibt immer noch die schleichende Demenz, die nach kürzester Zeit dafür sorgt, vergessen zu haben, ob es Fleisch oder Fisch oder eben gar nichts zu essen gab.

Einen Lichtblick jedoch gibt es, zumindest für die Eltern Jens Spahns, denn deren Pflege würde er auf keinen Fall übernehmen wollen lässt der Gesundheitsministers im Interview verlauten. Das wäre auch wirklich zu viel des Guten in Sachen Verantwortung. Und apropos – sollte er dieses Versprechen wie üblich auch ins Gegenteil verkehren, bleibt immer noch der Blick auf die Zeit, von der wir doch so viel haben und die am Ende ja alle Wunden heilt.

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